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Die Geschichte des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums

Von der Königlich Bayerischen Realschule zum staatlichen Gymnasium


Unsere Geschichte beginnt vor 137 Jahren.

Den Anstoß gab König Ludwig II.: Mit seiner "Allerhöchsten Verordnung zur Umbildung der Gewerbschulen in Realschulen" aus den Jahr 1877 schuf er einen neuen Schultypus in Bayern. Dessen zukunftsweisende Funktion hat die Stadt Landsberg sofort erkannt und konsequent bereits im November desselben Jahres aufgegriffen: Der Magistrat beantragte die "Errichtung einer vierkursigen Realschule daselbst", und nach kurzen Verhandlungen mit dem zuständigen Ministerium genehmigte König Ludwig II. die neue Schule. Damit war das höhere Schulwesen in der Stadtgemeinde Landsberg fest verankert, und die Vorgängerschule unserer Gymnasien war gegründet.
Der Schulbetrieb begann im Gebäude des ehemaligen Jesuitengymnasiums, dem heutigen Stadtmuseum. Sieben Lehrkräfte unterrichteten fünfzig Buben in zwei Kursen, entsprechend der fünften und sechsten Klasse. In den nächsten 25 Jahren blieb es bei einer überschaubaren Schülerzahl zwischen fünfzig und hundert in vier Kursen bzw. Klassen.
In den Jahren 1895 und 1896 erfolgte der Ausbau zur sechskursigen Realschule. Damit verbunden war die Einführung eines höheren Schulabschlusses, des "Realschulabiturs", der zum Beispiel zum Studium an der landwirtschaftlichen Akademie Weihenstephan oder dem Besuch der Industrieschule mit anschließender polytechnischer Hochschule berechtigte. Dieser Abschluss ebnete den Zugang zur Ingenieurs- bzw. Architektenkarriere oder der mittleren Beamtenlaufbahn.
Mit Eröffnung des Schülerheims auf dem Schlossberg 1905 stieg die Schülerzahl merklich an, da nun auch auswärtige Schüler die Chance der höheren Bildung besser nutzen konnten. Diese Möglichkeit wurde ab 1919 erstmalig auch den Mädchen eröffnet, die seitdem die Realschule Landsberg besuchen durften. 1938 erfolgte die Angliederung der Klassen sieben und acht, sodass aus der Realschule die Oberrealschule wurde. Nun konnten die Schülerinnen und Schülern in Landsberg die allgemeine Hochschulreife erwerben. Die erste Reifeprüfung fand im Schuljahr 1939/40 statt.
Die nächste größere Veränderung und Verbesserung brachte das Jahr 1954. Voran gingen lange Jahre der Raumnot und der Improvisation - zuletzt wurde in sechs verschiedenen Gebäuden unterrichtet. Dann beschloss der Landsberger Stadtrat, ein neues Schulhaus an der Lechstraße zu bauen. 1965 bekam die Schule den Namen Dominikus-Zimmermann-Gymnasium und wuchs bis zum Jahr 1975 auf über 1.400 Schülerinnen und Schüler an. Wieder herrschte unerträgliche Raumnot, und deshalb teilte man 1976 die Schule auf zwei Standorte auf, aus dem Gymnasium an der Lechstraße wurden zwei: das "neue" Ignaz-Kögler-Gymnasium im alten Haus und das "alte" Dominikus-Zimmermann-Gymnasium im neuen Schulzentrum an der Platanenstraße.
Namensgeber und Patron unserer Schule ist Dominikus Zimmermann.

Dominikus Zimmermann (geb. am 30. Juni 1685 in Gaispoint bei Wessobrunn; gest. am 16. November 1766 in Wies bei Steingaden) war der Stuckateur und Baumeister des bayerischen Rokoko. Wie sein Bruder Johann Baptist Zimmermann kam er aus einer Künstlerfamilie der Wessobrunner Schule. Anfänglich arbeitete er als Stuckateur, später als selbstständiger Baumeister in Landsberg am Lech, wo er von 1748 bis 1753 auch Bürgermeister war.
Seine Hauptwerke sind die Wallfahrtskirche in Steinhausen (1727 - 1733) bei Biberach an der Riß, die Frauenkirche in Günzburg (1735 - 1740) und vor allem die Wallfahrtskirche in der Wies bei Steingaden (1745 - 1754).

Sein Denken als Architekt ist mehr von dekorativen Aspekten geprägt als von tektonischen. So gelingt ihm eine einzigartige Synthese von Ornament und Architektur: Das Besondere an Zimmermanns Baukunst ist, dass er über das volle Formenrepertoire eines Architekten verfügt, doch wie ein Dekorationskünstler gestaltet.

Die Hauptwerke von Dominikus Zimmermann in Landsberg sind
  • das Rathaus,
  • die Johanneskirche,
  • der Rosenkranzaltar in der Stadtpfarrkirche,
  • die Dominikanerinnen-Kirche,
  • die Leonhardskapelle,
  • die Heilig-Kreuz-Kirche (Jesuitenkirche),
  • Wallfahrts- und Schlosskapelle in Pöring.

Dietmar Fogt-Bergmann

Bild 2: Hans-Henning Lüßmann
Diese Seite wurde zuletzt am 15.09.14 aktualisiert.

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