Neue Wetterverhältnisse und eine neue Mannschaft – auf ging es auch in diesem Jahr zum Vernagtferner in den Ötztaler Alpen.
Die wilde 13 des DZG-W-Seminars von Herrn Schappert stürmte in den ersten Julitagen, zusätzlich begleitet von Frau Martina Beck, zur 2700 m hoch gelegenen Vernagthuette, um einem der wohl am besten untersuchten Gletscher der Alpen zu Leibe zu rücken.
Am Tage nach dem deutschen Schicksalsspiel gegen die englischen Tanks begann das Abenteuer Gletscherpraktikum für die neuen G8-Oberstufler und ihre ebenfalls neue Begleitung Frau Beck.
Hatten noch vor wenigen Tage Schneeschauer für winterliche Verhältnisse bis hinunter nach Vent auf 1800 m gesorgt, so lachte jetzt zunächst den offensichtlich braven DZGlern die Gletschersonne entgegen.
Dr. Ludwig Braun von der KFG in Muenchen hatte wieder ein kompetentes Team zusammengestellt, das die Schüler des DZG acht Stunden pro Tag bei allen nur erdenklichen Wetterverhältnissen an der frischen Luft in folgende Themen einführte:
- Praxis der Massenhaushaltuntersuchungen
- Meteorologie
- GPS und Kartierungen
- Veränderungen im Gletschervorfeld
- Klimawandel und Bergtourismus
- Usw., usw.
Ausgangspunkt und Rückzugsraum war wiederum die Pegelmess-Station der Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Höhepunkt der Woche: Eine Hochgebirgstour mit Seil und Geschirr über den Gletscher und auf den Hausberg des DZG – das 3074 m hohe Schwarzkögele mit einem gigantischen Rundumblick.
An die x-te GEO-Stunde werden sich so manche der Seminarteilnehmer wohl alsbald nicht mehr erinnern können, an die Tage zwischen Schnee, Sonne und Eis dagegen sehr wohl, und auf Fussball-WM-Fernseh-Erlebnisse weit über 2500 m Höhe …
Hans Schappert, sen.
21. Juli 2010